(keine Normkennzeichnung) |
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Botanische Bezeichnung | Cordia glabrata, Familie Cordiaceae (vormals Boraginaceae) | |
Verbreitung | Trockengebiete im tropischen und subtropischen Südamerika (NArgentinien, Bolivien, Paraguay, Zentralbrasilien) | |
Weitere Handelsnamen | Japunaqui, peterebí, picana negra, p. blanca (BO); claraíba, claraibeira, uruá (BR). petereby morotí (PY); petereví (AR) |
Kurzbeschreibung | Die Bäume der in den Tropen weit verbreiteten Gattung Cordia produzieren sowohl helle und mäßig leichte Hölzer wie z. B. das brasilianische Freijo und das afrikanische Cordia wie auch schwerere, dunklere und teils farbstreifige Hölzer weiterer Arten. Letztere sind in Südasien sowie in Mittel- und Südamerika verbreitet und gewinnen als Austausch für beliebte Nuss- und Palisanderhölzer zunehmend Bedeutung. Ein noch wenig bekanntes, aber hochwertiges Holz dieser Gruppe ist das aus dem zentralen Südamerika stammende Louro preto. Der Baum unterliegt keinen nationalen oder internationalen Schutzbestimmungen. |
Farbe und Struktur | Splint blass gelblich bis gelblichbraun, deutlich abgesetzt vom mittel- bis purpur-braunen Kernholz mit dunkelbraunen bis fast schwarzen Zonen, die radial schöne Farbstreifen und tangential ausgeprägte dunkle Fladern hervorrufen. Diese Zeichnung kann von nahezu geometrischer Regelmäßigkeit bis zu stark variablen Bildern reichen, wie auch bei Rio-Palisander. Poren mittelgroß bis grob, an den Zuwachszonen- Grenzen leicht zoniert und auf allen Flächen gut erkennbar. Die Holzstrahlen beeinflussen als hellere Spiegel das Holzbild auf radialen Flächen maßgeblich. Speicherzellen makroskopisch nicht wahrzunehmen. Faserverlauf meist gerade, gelegentlich mit schwachem Wechseldrehwuchs oder unregelmäßig in Abhängigkeit von der Wuchsform. Frische Anschnitte sind leicht aromatisch, verlieren den Geruch aber sehr schnell. |
Gesamtcharakter | Mäßig poriges Holz mittlerer Textur; oft mit dekorativer Farbstreifung, das anderen farbstreifigen Hölzern, wie z. B. Nussbaum, Palisander-Arten oder anderen Cordia-Arten wie Barcino ähneln kann. |
Eigenschaften | Umfangreiche Untersuchungen zu physikalischen und mechanischen Eigenschaften liegen nicht vor. Die wenigen verfügbaren Daten sind einschlägiger brasilianischer Originalliteratur entnommen. Das Eigenschaftsprofil von Louro preto entspricht größtenteils dem des nahe verwandten Barcino aus Mexiko. |
Rohdichte lufttrocken (12-15% u) | 0,81–0,94–1,12 g/cm³ |
Druckfestigkeit u12-15 | 60–66 N/mm² |
Biegefestigkeit u12-15 | 111–118 N/mm² |
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 | 8 900–10 900 N/mm² |
Bruchschlagbarkeit | k. A. kJ/m² |
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet | 9,8–11,9 kN |
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 | 38-44 N/mm² |
Trocknungsschwindmaß (radial) | 3,8–4,0 % |
Trocknungsschwindmaß (tangential) | 7,4–8,6 % |
Differentielles Schwindmass (radial) | k. A. % |
Differentielles Schwindmass (tangential) | k. A. % |
pH-Wert | k. A. |
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) | Klasse 2–3 (Schätzung) |
Oberflächenbehandlung | Für dekorative Zwecke ist, um glatte und saubere Flächen zu erhalten, auf guten Schliff und sorgfältiges Entstauben des Holzes zu achten. Louro preto kann nach bisherigen Erfahrungen mit allen marktüblichen Präparaten gut behandelt werden. |
Bearbeitbarkeit | Louro preto ist ein schweres Holz, das in Dichte und Festigkeitseigenschaften Wengé ähnlich ist. Hervorzuheben ist die besondere Zähigkeit, die bei Belastungen zu einem langsamen, langsplittrigen Bruch führt. Alle Bearbeitungsformen erfordern durch die hohe Dichte einen höheren Kraftaufwand. Bei der Bearbeitung stumpfen Werkzeuge aufgrund feiner Einlagerungen von Silikat (SiO2) schnell ab. Hartmetall bestückte Werkzeuge werden empfohlen. Üblichen Holzverbindungen halten gut, für Nägel und Schrauben ist Vorbohren erforderlich. Die Verleimung gilt als problemlos. Das Holz ist gut zu messern, wobei Furnieroberflächen eine feine, gleichmäßige Rauigkeit, ähnlich Teak, erhalten. |
Trocknung | Unter Freiluftbedingungen trocknet das Holz langsam. Quell- und Schwindmaße sind von mittlerer Größenordnung, führen aber aufgrund ihrer Ungleichheit (tangential/radial) bei schneller Trocknung zur Bildung von Endrissen und leichten Verformungen. Spezielle Erfahrungen zur technischen Trocknung liegen nicht vor. Bei Exportware handelt es sich überwiegend um Furniere. |
Natürliche Dauerhaftigkeit | Wissenschaftliche Untersuchungen liegen nicht vor. Nach Literaturangaben gilt Louro preto jedoch als dauerhaft bis mäßig dauerhaft gegen Pilze und Insekten. |
Verwendungsbereiche | Louro preto ist ein typisches Messerholz für die Erzeugung hochwertiger Deckfurniere, ähnlich anderer farbstreifiger Hölzern wie Palisander oder Nussbaum. In diesem Bereich ist das Holz je nach Ausprägung der Farbstreifen für Möbel und andere Innenausstattung wie Vertäfelungen und Paneelen gut geeignet. Eine Verwendung des Vollholzes in kleinen Mengen ist in den Erzeugerländern üblich, wo es für Böden und Griffbretter von Gitarren sowie die Anfertigung von Kleinmöbeln und Schmuck- und Ziergegenständen verarbeitet wird. |
Anmerkungen | Das portugiesische Wort |
Literatur | Gottwald, H. (1980). Louro Preto – Found to be the first silica-bearing Cordia (Cordia glabrata, Boraginaceae) |
Bilder |
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