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Botanische Bezeichnung | Cocos nucifera, Familie Arecaceae (vormals Palmae) | |
Verbreitung | Indien, Pakistan, Sri Lanka, Burma, Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha, Indomalesia, pazifische Inseln, Australien, tropisches Afrika, Madagaskar und andere Inseln, Mexiko und Mittelamerika, Karibik, tropisches Südamerika | |
Weitere Handelsnamen | palma de coco (ES); cocotero (ES, MX, cAm); pipa (CR); coco da praia, coqueiro (BR); coconut palm (US, GB); cocotier (FR); nariyal, nirikel, tengu (IN); mnazi (CF, TZ); mbanga (GA); kelapa, nyiur (ID, MY); ong (MM); niu (US-Hawaii); kokoyashi (JP); kok mak phao (LA); maprao (TH); cot dua (VN); niog (PH). |
Kurzbeschreibung | Die Kokospalme ist eine Monokotyledone. Sie wird seit über 3 000 Jahren kultiviert, vorwiegend an den Küstenlinien subtropischer und tropischer Regionen. Ausgewachsene Kokospalmen erreichen eine Höhe von 20–25 m (selten bis zu 30) bei Durchmessern von 25–35 cm. Der Stamm ist meist gerade und zylindrisch, teilt sich nicht und hat keine Äste. Alle Teile der Palme werden genutzt (daher auch die Bezeichnungen Eine Besonderheit des |
Farbe und Struktur | Kern braun oder hell oder schwarz (je nach Bereich sehr unterschiedlich, von hell rosa-beige (innen) über mittelbraun (Mitte) bis dunkel, fast schwarzbraun (außen)), ohne Farbstreifen (aber sehr attraktiv gezeichnet durch den Farbunterschied zwischen dem hellen Grundgewebe und den dunklen Leitbündeln). Geruch nicht ausgeprägt oder nicht vorhanden. |
Gesamtcharakter | Hell- bis dunkelbraunes verholztes Gewebe ohne Zuwachszonen und mit einer dekorativen Oberfläche, die durch den Farbkontrast zwischen hellem Grundgewebe und dunklen Faserbündeln geprägt ist. |
Eigenschaften | siehe Bilder |
Bearbeitbarkeit | Wegen der stark heterogenen Struktur (großer Härteunterschied zwischen Leitbündeln und parenchymatischen Grundgewebe) ist das Holz der Kokospalme sowohl mit Hand- als auch mit Maschinenwerkzeugen schwierig zu bearbeiten und stark werkzeugstumpfend. Die hohen Dichteunterschiede und die Einlagerungen von mineralischen Stoffen (Silika) führen zu einer Verkürzung der Werkzeugstandzeiten. In jedem Fall sollten hartmetallbestückte Werkzeuge eingesetzt werden. Für Nägel und Schrauben sollte immer vorgebohrt werden, da das Material leicht spaltet. Kanten sollten immer abgerundet werden, um Gefahr durch herausstehende Splitter zu vermeiden. Holz aus der äußeren (A) und mittleren Zone (B) lässt sich in der Regel gut verkleben; wegen der vielen Bereiche von lockerem parenchymatischen Gewebe mit hoher Saugfähigkeit sollte jedoch eine größere Menge des Klebers aufgetragen werden, als dies bei Laub- und Nadel- hölzern ähnlicher Rohdichte üblich ist. |
Trocknung | Die Freilufttrocknung verläuft je nach Qualität langsam (A, äußerer Bereich) bis zügig (C, innerer Bereich); Einbußen durch Trocknungsfehler wie Zellkollaps (vor allem bei dem leichten Holz aus dem inneren Bereich C), Verformung (Quer- und Längskrümmung, Verdrehung) und Rissbildung (meist Oberflächenrisse) sind je nach Qualität unterschiedlich ausgeprägt. Die konventionelle technische Trocknung verläuft deutlich schneller. In jedem Fall sollte man darauf achten, immer nur eine der drei Qualitäten je Charge zu trocknen. Material der inneren Zone (C) hat einen höheren Feuchtegehalt und ist anfälliger für Verfärbungen, Zellkollaps, Verformung und Rissbildung. Bei der Trocknung von Material aus der mittleren und äußeren Zone (A, B) ist die Gefahr solcher Trocknungsfehler geringer. |
Natürliche Dauerhaftigkeit | Kokos enthält keine schädlingsabweisenden Inhaltsstoffe, sodass es ohne chemische Schutzbehandlung im Außenbereich, insbesondere im Erdkontakt, schnell von Pilzen und Insekten (auch in Regionen mit gemäßigtem Klima) befallen wird. Dennoch besteht ein Unterschied zwischen den einzelnen Bereichen: je höher die Rohdichte, desto länger wider- steht es bei Befall durch holzzerstörende Organismen. |
Verwendungsbereiche | Rundholz und Brettware im Außenbau ohne Erdkontakt (Gebrauchsklasse 3); Material aus dem Außenbereich (A) auch für Fußböden (Parkett, Dielen, etc.), Treppen, Rahmenbau sowie Drechselwaren; Material aus dem mittleren Bereich (B) für Wand- und Deckenbekleidungen sowie Möbel; Material aus dem inneren Bereich (C) für Plattenwerkstoffe. |
Literatur |
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Bilder |
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