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Botanische Bezeichnung | Manilkara zapota, Familie Sapotaceae | |
Verbreitung | Südöstliches Mexiko, Mittelamerika, kultiviert im nördlichen Südamerika (Kolumbien, Venezuela) sowie auf den karibischen Inseln und in Südostasien | |
Weitere Handelsnamen | Árbol del chicle, chapote, peruétano, xicotzápotl, zapote chico (MX); níspero (CR, NI, PA); sapodilla (BZ); zapote (GT, HN); zapote de carne (CO) |
Kurzbeschreibung | Chicozapote ist in seinem Verbreitungsgebiet ein wichtiger Bestandteil der tropischen Wälder. Traditionell sind es vor allem die Nicht-Holzprodukte wie Latex ( |
Farbe und Struktur | Kernholz im frischen Zustand fleischrot, im trockenen Zustand gleichmäβig dunkel violettbraun, deutlich abgesetzt vom rosagrauen Splint. Zuwachszonen makroskopisch nicht wahrnehmbar. Maserung wenig auffällig, Textur fein und gleichmäβig. Faserverlauf mit Wechseldrehwuchs. Trockenes Holz ohne charakteristischen Geruch. |
Gesamtcharakter | Farblich wie strukturell homogenes Holz von sehr hoher Dichte und Härte, von feiner Textur und meist mit schlichtem Holzbild. |
Gewicht frisch | 1300 kg/m³ |
Gewicht lufttrocken | 1,09-1,21 kg/m³ |
Druckfestigkeit u12-15 | 57-73 N/mm² |
Biegefestigkeit u12-15 | 118-180 N/mm² |
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 | 10980-16240 N/mm² |
Bruchschlagbarkeit | 45-87 kJ/m² |
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet | 17-23 kN |
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 | 60-78 N/mm² |
Trocknungsschwindmaß (radial) | 2,7 % |
Trocknungsschwindmaß (tangential) | 3,9 % |
Differentielles Schwindmass (radial) | 0,33 % |
Differentielles Schwindmass (tangential) | 0,41 % |
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) | 1 |
Bearbeitbarkeit | Sehr schweres und hartes Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die in etwa im Bereich von Bongossi und ähnlich schweren Hölzern liegen. Die Bearbeitung mit Handwerkzeugen ist wegen der großen Härte erschwert. Bei maschineller Bearbeitung lassen sich jedoch qualitative hochwertige Oberflächen und Kanten erzielen vorausgesetzt, es werden Hartmetall bestückte Werkzeuge verwendet. Für Nägel und Schrauben muss vorgebohrt werden, die Verklebung mit handelsüblichen Weiβleimen ist schwierig. |
Trocknung | Die hohen aber wenig unterschiedlichen Schwindwerte ergeben ein gutes Stehvermögen. Die Freilufttrocknung des nahezu undurchlässigen Holzes verläuft sehr langsam bei nur geringer Neigung zu Rissbildung und Verformungen. Eine Vortrocknung (Freiluft, Solar) bis zum Fasersättigungsbereich (um 30% Holzfeuchte) ist zu empfehlen. Die konventionelle technische Trocknung erfordert eine sehr vorsichtige Führung, gefolgt von einer ausreichenden Konditionierung. |
Verwendungsbereiche | Konstruktionsholz für starke Beanspruchungen im Innen- und Außenbau wo keine großen Mengen und Dimensionen erforderlich sind; Fußböden in Handwerk- und Industrieanlagen, Kunsthandwerk, Figuren von Brettspielen, Teile von Musikinstrumenten, etc. |
Anmerkungen | Holzstaub kann bei sensiblen Personen zu Reizungen der Schleimhäute führen. Die von Latexzapfern verursachten, überwallten Wunden (siehe Abbildung unten rechts) können die industrielle oder handwerkliche Nutzung einschränken. Das Holz ist resistent gegen Termiten, nicht jedoch gegen Schädlinge im Meerwasser. |
Literatur | Pennington, T.D. y Sarukhán, J. 1998. Árboles tropicales de México. Universidad Nacional Autónoma de México, Fondo de Cultura Económica. 521 pp.
OFI-CATIE 2004. Árboles de Centroamérica – un manual para extensionistas. Oxford Forestry Institute (OFI) y Centro Agronómico Tropical de Investigación e Enseñanza (CATIE). Publicación en línea: herbaria.plants.ox.ac.uk/adc/downloads/capitulos_especies_y_anexos/manilkara_zapota.pdf |
Bilder |
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