Kurzzeichen DIN EN 13556 | AMCR |
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Botanische Bezeichnung | Amburana acreana, A. cearensis, Familie Fabaceae- Faboideae | |
Verbreitung | Tropisches und subtropisches Südamerika (hauptsächlich in Regionen südlich des Amazonasbeckens bis Nordargentinien) | |
Weitere Handelsnamen | Amburana, cumarú de cheiro, imburana, cerejeira rajada (BR); palo trébol, roble del país, trébol (AR); ishpingo, roble peruano (PE); sorioko, roble ‚americano‘ (BO) |
Kurzbeschreibung | Unter den zahlreichen südamerikanischen Laubhölzern gehört Cerejeira zu denjenigen, die häufig angefragt werden. Der Baum ist vor allem in Brasilien weit verbreitet, wird seit 1998 wegen Übernutzung als gefährdet (The IUCN Red List of Threatened Species) eingestuft und seit 2008 auch in Brasilien als bedrohte Baumart geführt. In Europa wurde Cerejeira wegen seiner äußerlichen Ähnlichkeit oft als Austauschholz für Weißeiche eingesetzt. |
Farbe und Struktur | Splint 3 bis 6 cm breit und oft nicht deutlich vom blass gelblichen bis hellbraunen Kernholz abgesetzt. Hölzer von trockeneren Standorten aus dem Mato Grosso (BR) und dem östlichen Bolivien mit etwas dunklerem Spätholz, auf Radialflächen eine leichte Farbstreifung verursachend. Poren groß und zerstreut, nicht zahlreich aber in allen Schnittrichtungen gut erkennbar. Speicherzellen auf dem Querschnitt als helle, augenförmige Felder um die Poren angelegt, auf Längsflächen die Porenrillen durch helle Ränder betonend. Holzstrahlen unauffällig. Wechseldrehwuchs vorhanden, von unterschiedlicher Ausprägung, der ein fast schlichtes bis deutlich glanzstreifiges Holzbild hervorrufen kann. Holz mit einem charakteristischen, süßlichen Geruch (Cumarin), der an Vanille erinnert. |
Gesamtcharakter | Überwiegend hellfarbiges, aromatisches Holz mit deutlicher Porung, teilweise Eichenhölzern oder auch festen Qualitäten von Framiré ähnlich. |
Rohdichte lufttrocken (12-15% u) | 0,57–0,74 g/cm³ |
Druckfestigkeit u12-15 | 40–57 N/mm² |
Biegefestigkeit u12-15 | 70–90 N/mm² |
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 | 9 400–13 000 N/mm² |
Bruchschlagbarkeit | k. A kJ/m² |
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet | 2,5–5,0 kN |
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 | 15–23 N/mm² |
Trocknungsschwindmaß (radial) | 1,0–1,2 % |
Trocknungsschwindmaß (tangential) | 1,8–2,0 % |
Differentielles Schwindmass (radial) | 0,14 % |
Differentielles Schwindmass (tangential) | 0,27 % |
pH-Wert | k.A. |
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) | Klasse 2–4, variabel |
Oberflächenbehandlung | Schwierigkeiten bei der Anwendung der verschiedenen Mittel und Methoden wurden bisher nicht bekannt. Wie bei anderen inhaltsstoffreichen und grobporigen Tropenhölzern ist es ratsam, zunächst eine Grundierung aufzubringen, um die Haltbarkeit der Oberflächenmittel zu verbessern. Im Außenbau ist die Anwendung von Lasuren zu empfehlen. |
Bearbeitbarkeit | Cerejeira ist mittelschweres Holz, das ohne großen Kraftaufwand mit allen Hand- und Maschinenwerkzeugen und nach allen Methoden bearbeitet werden kann, bei guter Standzeit der Schneiden. Häufiger gebildetes Zugholz kann zu wolligen sowie ausgeprägter Wechseldrehwuchs zu rauen Oberflächen führen. Saubere Flächen zeigen häufig einen matten Glanz oder erscheinen leicht ölig, ähnlich wie bei Teak oder Niangón. Cerejeira ist nach entsprechender Vorbehandlung messer- und schälbar. Nägel und Schrauben sowie Verleimungen halten gut. |
Trocknung | Unter Freiluftbedingungen trocknet das Holz mäßig schnell mit Tendenz zu Rissbildung und Verziehen (Längs- und Querkrümmung). Die technische Trocknung verläuft langsam und erfordert eine schonende Trocknungsführung, um das Risiko von Verformung und Trocknungsspannungen (Ver- schalung) zu minimieren. |
Natürliche Dauerhaftigkeit | Das Kernholz von Cerejeira ist bei Außenverwendung befriedigend widerstandsfähig gegen Pilzbefall. Die Dauerhaftigkeit des Kernholzes gegen Trockenholzinsekten und Termiten ist gering. |
Verwendungsbereiche | Cerejeira ist aufgrund seiner mittleren Härte, einer guten Bearbeitbarkeit, einer eichenähnlichen Kernfärbung und einer mittleren Dauerhaftigkeit gegen Pilzbefall sowie eines befriedigenden bis guten Stehvermögens ein besonders vielseitig einsetzbares Laubholz. Als Vollholz geeignet für Rahmenwerk, mäßig belastete Konstruktionen, für den Möbelbau, Treppen und Parkett mittlerer Beanspruchung sowie als Profilholz im Innen- und Außenbau; außerdem als Messerfurnier für Möbel (Sichtflächen), für Vertäfelungen, Paneele und geschält für Furnierplatten. |
Anmerkungen | Eisenmetalle bewirken auf feuchtem Holz graue Verfärbungen, sodass bei entsprechender Verwendung korrosionsfreie Befestigungsmittel erforderlich sind. |
Literatur |
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Bilder |
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